Die Demütigung abgewendet

Nachtrag zum Spiel am 29.10.17: Der dritte Spieltag dieser Saison fand für die Miners 2 in der eigenen Halle gegen den BV Lichtenstein (BVL) statt. Mit vier U-18-Spielern stand das junge Team des ATSV einer Mannschaft gegenüber, welche auch mit einem größeren Bestand an Nachwuchsspielern anreiste. Zu Beginn wurde wie bei den beiden Spielen davor auch ein guter und konzentrierter Start der Freiberger hingelegt: Die freien Räume wurden genutzt und das Umschalten in die Defensive verlief zügig. Leider gab man auch hier wieder die Führung nach wenigen Minuten aus der Hand. Durch die Erhöhung des Drucks in der Verteidigung des Gegners lies man sich zu waghalsigen Pässen und unvernünftigen Angriffen verleiten. Die daraus folgenden Ballgewinne nutzten die schnellen Lichtensteiner für leichte Fastbreaks, was ihnen eine vier Punkte Führung zum Ende des ersten Viertels bescherte (11:15).

Im zweiten Viertel brach das Spiel der zweiten Herren komplett ein, sodass es von da an nicht mehr um gewinnen oder verlieren ging, sondern nur noch um die Erhaltung der restlichen Würde. Neben dem Versuch durch Standbasketball den Gegenspieler einzuschläfern, wurde durch sture Ausführung der Systeme der Ball immer wieder in die Hände des Gegners gespielt. Das Umschalten in die Verteidigung nahm zu viel Zeit in Anspruch, so dass ein Großteil der kassierten Punkte in Unterzahl erfolgte. Die fehlende Kommunikation in der Offensive wie Defensive sowie die zunehmende Zahl an Frustfouls taten ihr übriges, sodass der Halbzeitstand von 17:42 durchaus verdient war.

Die Halbzeitpause nutzten die beiden Coaches des ATSV, um die Mannschaft neu zu motivieren. „Ihr habt jetzt die Wahl euch weiter abschlachten zu lassen oder in der zweiten Halbzeit zumindest eure Ehre zurück zu erkämpfen,“ fasste Trainer Johannes Burkert die Optionen mit markigen Worten zusammen. Der Weckruf trug Früchte und offenbarte im dritten Viertel das Potential der noch uneingespielten Truppe. Durch das schnelle Vorbringen des Balls, gefolgt von einfachen aber auf die jeweilige Spielsituation angepassten Spielzügen, konnten freie Würfe aus der Mitteldistanz sowie Räume für Korbleger geschaffen werden. Das dafür nötige Selbstbewusstsein holte man sich aus einer hart erarbeiteten Verteidigung. Zeigte sich keine Schwäche in der Lichtensteiner Manndeckung kamen die eingeübten Spielsysteme, mit Abschlüssen, zum Einsatz. Die Anstrengungen lohnten sich. Man gewann nicht nur das dritte Viertel sondern konnte auch die Summe der eigenen Punkte mehr als verdoppeln (35:58).

Dieser Erfolg lies sich nur teilweise ins letzte Viertel übertragen. Zum einen konnte die hohe Intensität nicht weiter aufrecht erhalten werden (dafür fehlte dann doch die Perspektive auf Sieg), zum anderen fanden die erfahrenen Spieler des BV Lichtenstein ihr eigenes Spiel wieder, aber mit vier Zählern Differenz war es weiterhin ein Spiel auf Augenhöhe. Der Endstand von 47:74 ist natürlich viel zu hoch, aber mit Betrachtung des Halbzeitstands eine noch abgewendete Demütigung.

Statistik zum Spiel

Autor: E. Thom

Herbe Auswärtsniederlage in Chemnitz

Nachtrag zum Spiel am 10.11.17: Das vierte Saisonspiel bestritt die 2. Basketball Herrenmannschaft am 10.11.17 auswärts gegen den SSV Chemnitz. Trotz der späten Tip-Off Zeit spielte das Team ein konzentriertes erstes Viertel. In der eigenen Zonenverteidigung wurde konsequent verteidigt während in der Offensive viele gute Spielzüge zu einfachen Punkten genutzt wurden. Mit einem knappen 16:13 Rückstand ging es in die Viertelpause. Die Marschsroute war eigentlich klar, die Leistung aus dem 1. Viertel sollte wiederholt und die Führung errungen werden. So zumindest die theoretische Überlegung des Trainers.

Die ersten zwei Minuten des zweiten Viertels verlief das Spiel noch ausgeglichen, aber dann folgte ein völliger Einbruch der Miners, die sich davon bis zum Spielende nicht mehr erholen konnten. Defensiv fand praktisch überhaupt kein Zugriff mehr statt, so dass der SSV zu zahlreichen einfachen Punkten quasi eingeladen worden ist. Dennoch konnte sich das Team einige freie Würfe erspielen, die jedoch nicht den Weg in den Korb fanden. So ging man letztlich aufgrund nicht existenter Defensive verdient mit einem 39:22 in die Halbzeitpause.

Auch nach dem Seitenwechsel ergab sich das selbe Bild. Die Defensive war nur mehr ein lockerer Verbund und auch das Reboundverhalten ließ zu wünschen übrig. In den wenigen Offensivaktionen wurden zwar weiterhin freie Würfe und Korbleger erspielt, welche aber ebenfalls nicht genutzt wurden. Das Spiel endete daher mit einer herben, aber verdienten, Auswärtsniederlage von 86:38.

Statistik zum Spiel

Erneut deutliche Niederlage für die 2. Mannschaft

Nachtrag zum Spiel am 26.11.17: Nach den sehr deutlichen Niederlagen (74:47 und 86:38) wollte die 2. Herrenmanschaft der Miners das dritte Heimspiel der Saison gegen Lok Chemnitz möglichst gewonnen oder zumindest offen gestaltet werden. Mit einer neuner Rotation und einem Gegner der nur mit sechs Spielern angereist war standen die Chancen hierfür nicht schlecht. Mit Beginn des Spiels ließ man unerklärlicher Weise sämtliche gute Vorsätze in der Kabine. Offensiv verhasplete sich das Team in zahlreichen mit dem Kopf durch die Wand“ – Aktionen und vielen Turnovern durch Fehlpässe. Wollte man die zahlenmäßige Überlegenheit eigentlich selber nutzen, um das Spiel mit Fastbreaks zu beschleunigen lief man nun reihenweise in diese hinein. Dazu gesellte sich eine mit unter schläfrige Defensive, so dass den Chemnitzern viele offene Dreipunktewürfe ermöglicht wurden.

Im zweiten Viertel verlor man nun völlig den Faden. Das gegnerische Team konnte weiterhin einfache Punkte durch Fastbreaks als auch freie Würfe jenseits der Dreierlinie festmachen. Zur Halbzeit war das Spiel bei einem Spielstand von 57:19 schon entschieden. Das Trainergespann appellierte noch mal an den Willen der Spieler, das Spiel nicht völlig aufzugegeben und zumindest zu zeigen, dass man Basketball spielen kann.

Die Ansprache zeigte anscheinend Wirkung. Defensiv bekam nun den nötigen Zugriff auf das Spiel und machte es den Chemnitzern nun nicht mehr so einfach zu punkten. In der Offensive wurde das von Anfang geforderte schnelle Umschaltspiel in einigen Angriffen umgesetzt woraus sich einfache Punkte für die Miners ergaben. Phasenweise erspielte sich das Team auch freie Würfe durch eine einfache Ballbewegung und zeigte so zumindest im Ansatz zu welcher spielerischen Leistung man in der Lage ist. Letztlich gingen das dritte Viertel mit 10:16 und das vierte Viertel mit 19:21 verloren. Das Spiel endete mit 94:48.

Statistik zum Spiel

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